:: Bio
Weil wir uns lieben, haben wir es geschafft
Georgeta und Uwe Andree, geb. 1960
Er, der Rumänendeutsche, ist dunkel, zurückhaltend. Sie, die gebürtige Rumänin, ist blond und vital mit kräftiger Stimme, häufig unterbrochen von fröhlichem Lachen, aber auch schnell den Tränen nah. Georgeta und Uwe sind ein Paar, schon seir achtzehn Jahren, und erzählen von ihrer Liebesgeschichte.
Uwe: „Ich bin in der Kleinstadt Agnetheln m Siebenbürgen aufgewachein Gebiet, das seit dem Mittelalrervon Deutschen besiedelt war. Mein nächstes Umfeld wie Kindergarten und Schule war deutsch, aber ich hatte auch rumänische Freunde und Freunde aus den Zigeunerfamihen. Rumänisch habe ich schon als Kind gelernt. Meine zwei Brüder und ich haben ein sorgloses Leben als Kinder gehabr, ich habe positive Erinnerungen daran. Für uns Kinder war die Welt in Gut und Böse scharf getrennt. Es war einfach, die private Welt von der politischen zu trennen. Jeder kannte die Spielregeln und solange man sich daran hielt, war der Alltag in Ordnung. Mein Vater hatte in unserer Stadt ein Heimatmuseum gegründet und wollte sein Lebenswerk weiterführen. Leider starb er sehr früh, 1972, ich war erst zwölf Jahre alt. Meine Mutter stand allein da mit drei Söhnen, denen sie allen eine gute Ausbildung geben wollte. Das existenzielle Problem war ausschlaggebend für die vorangetriebene Auswanderung nach Deutschland. Wir wären wahrscheinlich länger geblieben, wenn mein Vater noch gelebt hätte.
Das Familienziel war nach Deutschland auszureisen, in das Traumland. 1978, ich war achtzehn Jahre alt, war es endlich so weit. Aufgrund der Familienzusammenführung konnte die restliche Familie samt dem über 90-jährigen Großvater nach Karlsruhe übersiedeln. Das Einleben für uns Kinder ging problemlos. Wir drei Jungs gingen alle auf das Kanrgymnasium. Nach dem Abitur habe ich meinen Wehrdienst absolviert. Anschließend habe ich mein Studium der Druckereirechnik in Stuttgart angefangen.
In Rumänien gab es das Grundrecht auf Arbeit. Hier nichr. Diese Umstellung war für meine Muttet problematisch, aber schließlich hat sie eine Stelle in einer evangelischen Gemeinde in Karlsruhe gefunden.
Mein Herz schlägt für Rumänien genauso wie für Deutschland, ich fühlte und fühle mich mit meiner Heimat noch sehr verbunden. Deswegen verbrachte ich häufig die Ferien in Rumänien bei Freunden, auch einmal Ende des Jahres 1982 ..."
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