Uwe Andree - Künstler und Transylvanier


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Weil wir uns lieben I

:: Bio

Weil wir uns lieben, haben wir es geschafft

Georgeta und Uwe Andree, geb. 1960


Silvesterabend. Uwe feiert mit Freunden, die Stimmung ist ausgelassen, die meisten tanzen. Der junge Mann aus Deutschland tanzt aber nicht gern, er sitzt allein in einer Ecke. Sie, die attraktive junge Rumänin sieht ihn, er wirkt verlassen. Sie geht zu ihm hin und unterhält sich mit ihm. Er ist eigentlich nicht ihr Typ, er aber verliebt sich gleich in Georgeta.

Georgeta: „Als Uwe zurück in Deutschland war, hat er mir immer wieder Briefe geschrieben. Ich habe sie nicht sehr ernst genommen, manchmal meinen Freundinnen gezeigt. Viele Mädchen wütden sofort die Chance nehmen, nach Deutschland zu kommen, aber ich wollte mein Land gar nicht verlassen. Ich hatte nach dem Abitur ein Studium der Holzindustrie angefangen und fühlte mich wohl. Meine Jugendjahre, die Siebziger, waren die 'goldenen Jahre' in Rumänien, eine Art Pseudo-Frühling. In dieser Zeit war die Versorgung recht gut und die Freiheit, nicht nur die religiöse, war großzügiger.

Ich habe meine Zeit genossen, hatte Freunde und Verehrer. Eines Tages merkte ich, dass die bisherigen Freunde mir nicht das gaben, was ich suchte: Tiefgang und Ernsthaftigkeit. Dann habe ich mich auf den treuen, nachdenklichen jungen Mann aus Deutschland besonnen und ihn angerufen. Der jüngste Bruder war am Telefon. Ich habe ihn gebeten, Uwe auszurichten, dass er zurückrufen soll. Die Tage sind vergangen, es kam kein Rückruf. Fast hatte ich die Hoffnung aufgegeben. Nach drei Tagen stand er plötzlich vor mir. Ich konnte es kaum glauben, es war wie im Traum."

Uwe: „Als ich erfuhr, dass Georgeta angerufen hatte, habe ich ohne zu zögern alles in Bewegung gesetzt, um so schnell wie möglich die Einreise nach Rumänien zu erhalten. Das war jedes Mal mit Schikanen und Schwierigkeiten verbunden. Ich musste bis zu 24 Stunden vor den Panzersperren an der Grenze warten. Als wir uns endlich gesehen haben, war es, als ob sich ein Knoten löst..."

„Seit der ersten Umarmung damals sind wir ein Herz und eine Seele und halten zusammen", sagt Georgeta. Die beiden beschlossen zu heiraten, unter der Voraussetzung, dass sie zusammen nach Rumänien zurückgehen, wenn es Georgeta nicht in Deutschland gefiele. Als Ausländer — Uwe war inzwischen deutscher Staatsbürger war es für ihn nicht einfach, eine Rumänin zu heiraten. Erst musste eine gewisse Anzahl von Paaren den Antrag auf Heirat gestellt haben, bis der Staatsrat bzw. Ceausescu durch seine Unterschrift einigen dieser Paare gestattete, zu heiraten und als Paar Rumänien zu verlassen.

Georgeta: „Diese Prozedur hat für uns ein Jahr gedauert, ein Jahr voller Aufregung mit mehreren Reisen nach Bukarest. In diesem Jahr hat mir Uwe jeden Tag einen Brief geschrieben, manchmal acht bis zwölf Seiten. Da die Post unregelmäßig ankam, konnte ich manchmal viele Briefe auf einmal lesen, 1986 konnten wir endlich als Verheiratete Rumänien verlassen. Ich sprach nicht Deutsch, und der Anfang in Karlsruhe war sehr schwer. mehr...


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